Warmwasser

Der durchschnittliche Österreicher verbraucht ca. 50Liter warmes Wasser pro Tag. Sehr oft wird das Warmwasser mit der Zentralheizung aufbereitet. In einigen Fällen wird das Wasser direkt beim Verbrauchen mit einem Durchlauferhitzer erzeugt, manchmal mit einem Nachtstromboiler. Egal ob diese Art der Warmwasseraufbereitung mit Öl, Gas, Strom oder Biomasse erfolgt, der Energieträger der dafür sorgt, dass ihr Wasser die gewünschte Temperatur erreicht, ist zu bezahlen.

Warmwasser mit Solarenergie © fotoliaDie Sonne schickt keine Rechnung!
Der einfachste Solaranlagentyp liefert die Energie für das Warmwasser in Küche und Bad. Übers Jahr gesehen können hier bis zu 60 Prozent des benötigten Warmwassers von der Sonne bereit gestellt werden. Der Rest wird vom Heizkessel bei bedarf aufgeheizt. Für einen Vier-Personen-Haushalt genügen 6 m² Flachkollektoren bzw. 4 m² Vakuumröhrenkollektoren auf dem Dach.

Solaranlagen nutzen die Sonne auf relativ einfache und dabei äußerst effiziente Weise. Absorber aus Kupfer oder Aluminium fangen die Sonnenstrahlen ein und geben die Wärme an das Wasser ab, das sie durchströmt. Jeder kennt diesen Effekt vom Gartenschlauch, der nach einiger Zeit in der Sonne heißes Wasser enthält. Die Absorber sind mit spezieller Beschichtung versehen, um möglichst wenig der erzeugten Wärme wieder an die Umgebung abzugeben. Die Absorber werden mit Glas abgedeckt, rückseitig gedämmt und mit einer Metall- oder Holzummantelung dicht verschlossen, so dass möglichst wenig der wertvollen Sonnenwärme wieder nach außen dringen kann. So entsteht der sogenannte Sonnenkollektor, mit einem Wirkungsgrad von meist über 40 Prozent, d.h. aus den bei uns rund 1.000 kWh Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter (m²) und Jahr werden rund 400 kWh Warmwasser gewonnen. Diese wird in einem Solarspeicher gesammelt und in die Sanitär- und Heizungsinstallation im Haus eingespeist.

warmwassergewinnung